Demenz-Wochenende in Horhausen

Demenz-Wochenende in Horhausen

Demenz-Wochenende in Horhausen startete mit dem Theaterstück „Ich erinnere mich genau“ – eine Geschichte, die ans Herz ging. Das Thema Demenz stand im Mittelpunkt der informativen Veranstaltungen – Landrat Dr. Peter Enders (Schirmherr) dankte den Initiatoren

 Horhausen. Mit dem berührenden Theaterstück „Ich erinnere mich genau“, aufgeführt von „das kleine ensemble“, wurde das Demenz-Wochenende in Horhausen im Kaplan-Dasbach-Haus eröffnet.  „Ich erinnere mich genau“, so lauteten auch die ersten Worte, gesprochen von Martha, der Mutter, am Anfang des Stückes. Es erzählt liebevoll die Geschichte einer Mutter-Tochter Beziehung, die durch die Erkrankung der Mutter an Demenz auf die Probe gestellt wird. Mit anfänglichem Optimismus entscheidet sich Hannah, ihre Mutter zu pflegen. Am Ende der Aufführung zeigten sich die Zuschauer tief beeindruckt und dankten den beiden Schauspielerinnen Christine Reitmeier (Mutter Martha) und Liza Sarah Riemann (Tochter Hannah) für ihre glanzvollen Leistungen, die ans Herz gingen.

Landrat Dr. Peter Enders, der die Schirmherrschaft über das Demenzwochenende übernommen hatte, begrüßte auch im Namen des Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, Rolf Schmidt-Markoski, die Besucher des Theaterabends. In seinem Grußwort sagte Dr. Enders: „Ich habe die Schirmherrschaft für dieses Demenz Wochenende sehr gerne übernommen, weil das Thema Demenz eine größere Öffentlichkeit verdient. Die Menschen werden immer älter. Das ist eigentlich eine gute Nachricht, damit einher geht aber auch eine Zunahme demenzieller Erkrankungen. Die Diagnose Demenz löst bei Betroffenen und Angehörigen gleichermaßen Erschrecken aus. Diese Reaktion ist in meinen Augen auch sehr verständlich, denn die Krankheit berührt den Menschen in seinem tiefsten Innern, sie berührt ihn in seiner Persönlichkeit. Sie lässt die Vergangenheit verlöschen, zerstört die Orientierung in der Gegenwart und nimmt die Zukunft.“

Weiter sagte der Schirmherr: „Kein Wunder also, dass die Demenzkrankheit zu den gefürchtetsten Diagnosen überhaupt gehört. Veranstaltungen wie dieses Demenz Wochenende schaffen Aufmerksamkeit und Aufklärung. Sie können Angst und Schrecken nehmen, denn Angst, Ungewissheit und Panik sind keine guten Ratgeber, auch nicht bei einer so schlimmen Erkrankung. Stattdessen sollte jeder, der mit ihr zu tun hat, möglichst viel darüber wissen.“

Schließlich dankte der Schirmherr, auch im Namen der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, der Pflegeselbsthilfegruppe Horhausen/Honnefeld (Vorsitzender Reimund Schuster) und dem Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde (Vorsitzender Karl-Heinz Pfeiffer) für die Ausrichtung des Demenz-Wochenendes.

Am 2. Tag des Demenz-Wochenendes fanden verschiedene Fachvorträge im Kaplan-Dasbach-Haus statt und an Infoständen informierten sich die Besucher. Das Catering erfolgte durch den Chor „United Voices“.

Infos zur Pflegeselbsthilfegruppe unter https://pflegeselbsthilfe-ho-ho.de/ und zum Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld unter https://www.vg-altenkirchen-flammersfeld.de/.

Hintergrund:

In Deutschland leben aktuell rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz. Die meisten erkranken erst im höheren Alter, aber auch Menschen unter 65 Jahren können betroffen sein. Die Zahl der Demenzerkrankten wird laut Prognosen bis zum Jahr 2050 auf 2,4 bis 2,8 Millionen steigen, sofern kein echter Durchbruch in der Therapie gelingt. Die hohe und steigende Zahl der Erkrankten, der lange Krankheitsverlauf und die große Belastung für die Betroffenen und ihre Angehörigen sind eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung.

Fotounterzeilen:

Authentisch und sehr berührend. In dem Theaterstück „Ich erinnere mich genau“ standen Liza Sarah Riemann (Tochter Hannah), links, und Christine Reitmeier (Mutter Martha) in Horhausen auf der KDH-Bühne. Beide Schauspielerinnen berührten in einer glanzvollen Leistung die Herzen der Besucher.

Text: Rolf Schmidt-Markoski

Foto: Rolf Schmidt-Markoski

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